Allgäu süss-sauer auf Facebook

Wie das Allgäu süss-sauer wurde

stampieDas Jahr war zwar schon ein paar Tage alt, aber immer noch frisch. Gegenteilig verhielt es sich mit den anwesenden Besuchern einer ausgelassenen Feier - die waren nicht mehr so frisch, sondern schweigsam oder komatös oder beides. Nur die Jünglinge Thomas und Thomas waren noch fit wie zwei junge Antilopen im Frühling auf Kaffee. Spontan, wie unsere beiden kühnen Kemptener nun mal sind, beschlossen sie, aufgrund der Ungeselligkeit der Anderen eines der alten Spiele hervorzuholen, welches noch in einer der Improgehirnwindungen festsaß.
So dauerte es nicht lange, bis auch diese beiden Krieger müde wurden, und nach langem Assoziieren sanken sie sanft zurück und schwelgten in Erinnerungen an das Improvisationstheater. Beide umfing der freudige Taumel der Unahnbarkeit. Es war eine schöne Zeit.

Doch seitdem der Wind der Zeit die letzte Gruppe in alle Richtungen verstreute, war es ruhig geworden. Ein Hauch von Trauer schwebte in ihren Blicken. Aber es gab sie noch: "Mamma Impro", die beiden hatten sie doch eben gespürt. Schließlich waren da noch ein paar Spieler in der Stadt. Ob sich diese wohl auch nach einer Wiedervereinigung sehnen? Am besten sie würden morgen gleich anfangen sich umzuhören.

Elena Fotoanna-fotoGesagt - getan! Schon am nächsten Tag machten sich unsere beiden strebsamen Stegreifstrategen auf den Weg ihren Plan in die Tat umzusetzen. Ihre erste Anlaufstelle war Elena. Sie war immer gut erreichbar und mochte auch das Spiel mit dem Ungewissen. Deshalb fackelte sie nicht lange und schloss sich den beiden an.
Der Pulk der drei Drahtzieher schwoll zum Mob als auch Anna ihr Beisein bestätigte. Seitdem ihr Sohn das Licht der Welt erblickte, war es nicht mehr so einfach einer spontanen Beschäftigung nachzugehen. Doch inzwischen war der Sprössling aus Schuhgröße 26 herausgewachsen und konnte Annas Abwesenheit tolerieren. So übte sich das Vierergespann wieder im regelmäßigen Improvisieren .
Und da war es wieder - das behütete Gefühl von "Mamma Impro". Eifrig spielten sich die Vier in den unvergleichlichen Rausch wie ihn nur ein Improspieler erleben kann.

 heikolisaEines Nachts als Stampie gerade die Frische der Luft ersuchte, begegnete er Heiko, der gerade auf seinem Drahtross den Heimweg von einem hochrangigen TV-Sportevent bestritt. Sie kannten sich aus früheren Tagen. Heiko hatte mit Lisa bereits Studien über die Kunst des spontanen Spiels unternommen und war auf der Suche nach einer ernsthaften Gruppe. Stampie bot ihm an Lisa einzupacken und mit ihr zusammen die nächste Probe zu besuchen. Sie kamen und sie blieben und aus dem Mob wurde eine Gemeinschaft.
 

 Mit ihnen waren wir komplett und die Gemeinschaft formte sich zu: Allgäu süss-sauer
 
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